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Kabale und Liebe Szene 6

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Kabale und Liebe Szene 6

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  • Ah guten Morgen, mein Bester! Wie geruht? Wie geschlafen? - Sie verzeihen doch, dass ich so spät das Vergnügen habe - dringende Geschäfte - der küchzettel - Visitenbilletts- das Arrangement der Partien auf die heutige Schlittenfahrt. Obendrein hat mich ein Schelm von Schneider noch sitzen lassen.
  • Ja, Marshall. Da haben sie freilich nicht abkommen können. Und doch fix und fertig?
  • Ein Malheur jagt heut das andere. Ich steige kaum aus dem Wagen, so werden die Hengste scheu, stampfen und schlagen aus, dass mir - ich bitte Sie! - der Gassenkot über und über an die Beinkleider spritzt. Ich fingiere eine Ohnmacht. Man bringt mich Hals über kopf in die Kutsche. Ich in voller Karriere nach Haus - wechsle die Kleider - fahre zurück - Was sagen Sie? - Und bin noch der Erste in r Antichambre.
  • Ein herrliches Impromptu des menschlichen Witzes - Doch das beiseite, Kalb - Sie sprachen also schon mit dem Herzog?
  • Denken Sie! - Und das ist schon richtig gemacht?
  • Zwnazig Minuten und eine halbe.
  • Man denke - nein, Marshall, so hab ich doch eine bessere Zeitung für Sie - dass Lady Milford Majorin von Walter wird, ist Ihnen gewiss etwas Neues?
  • O mit tausend Freuden, mein Bester - Was kann mir erwünschter kommen? - Ich fliege sogleich - Leben Sie wohl - In dreiviertel Stunden weiß es die ganze Stadt.
  • Unterschrieben, Marshall - und sie verbinden mich, wenn Sie ohne Aufschub dahin gehen, die Lady auf seinen Besuch präparieren und den Entschluss meines Ferdinands in der ganzen Residenz bekannt machen.
  • Man sage noch, dass diese Geschöpfe in der Welt zu nichts taugen - - Nun muss ja mein Ferdinand wollen, oder die ganze Stadt hat gelogen.
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